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Lieferketten Entknoten

Große Teile der Wirtschaft, speziell der Modeindustrie, sind allseits bekannt dafür, dass sie eine Bedrohung für die Menschenrechte und die Umwelt darstellen.
Durch ein aktuell in der Diskussion stehendes Lieferkettengesetz könnte eine große Veränderung bevorstehen.

Rechtsverachtenden Umstände entlang der Lieferkette werden durch das globale Liefersystem, auf das unter anderem die Fast Fashion angewiesen ist, noch verstärkt. Kleidungsstücke machen sich tagtäglich auf eine Reise entlang unübersichtlicher Lieferketten, mit unmenschlichen Arbeitsbedingung und Umweltverschmutzenden Abläufen. Anschließend werden sie in entwickelten Ländern legal zu extrem niedrigen Preisen verkauft. 

 

Es ist verständlich, dass Verbraucher*innen ihr Vertrauen in die Regierung und ihr Rechtssystem setzen, um sicherzustellen, dass andere Personen durch die von ihnen gekauften Artikel nicht geschädigt werden. Was nicht viele erkennen, ist, dass diese Annahme falsch ist. 

 

Wer sollte dafür verantwortlich sein, dass die Lieferkette eines Produkts weder den Menschenrechten noch der Umwelt schadet?

 

Die Antwort scheint recht einfach.
Denn, es gibt keinen logischen Grund dafür, dass es etwas anderes als die Verantwortung des Unternehmens sein sollte, mit Unterstützung der deutschen Regierung, so wie den lokalen Regierungen.

Dies wurde von der deutschen Regierung im Jahr 2011 durch den "Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte“ NAP anerkannt, der zusammenfassend feststellt, dass Verbraucher*innen erwarten, dass Unternehmen nachhaltig arbeiten, weshalb sie dies auch tun sollten.. wenn sie es möchten. 

Dieser Aktionsplan ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, aber er ist nicht nahezu ausreichend. Durch den Aktionsplan werden den Unternehmen Informationen darüber angeboten, warum nachhaltig zu arbeiten in ihrem eigenen Interesse wäre und wie sie Schritte unternehmen könnten, um dies zu erreichen. Die Tatsache, dass beschlossen wurde, den NAP als freiwilliges Modell einzuführen, hat in den letzten 9 Jahren jedoch, weiter wissentlich Millionen von Menschen unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen gelassen, als auch der Umwelt geschadet.

 

Glücklicherweise ist vorgesehen, dass 2020 das Jahr sein würde, in dem die Ergebnisse des Aktionsplans überprüft und diskutiert werden würden, ob ein Gesetz notwendig ist. 

 

Ja, ein Gesetz, das ein Unternehmen für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in allen Teilen der Lieferkette verantwortlich macht, ist sehr notwendig. 

 

Nach angaben des Deutschen Auswärtigen Amts besagen die aktuellen Zahlen, dass weniger als 18% (13%-17%) der befragten Unternehmen ihre Lieferkette seit 2011, nach den Richtlinien des NAP umgestaltet haben. Was definitiv besser ist als keiner. Aber es muss bedacht werden, dass diese 18% hauptsächlich aus kleinen unabhängigen Unternehmen bestehen, die sich basierend auf ihrem Konzept und ihrer Zielgruppe auf Nachhaltigkeit konzentrieren. Sie machen einen Bruchteil der insgesamt in Deutschland verkauften Artikel aus. 

Große Unternehmen, Unternehmen, die das Hauptproblem darstellen, die am meisten vom Fast-Fashion-Geschäft profitieren und die die meisten internationalen Vertriebswege beherrschen, machen die 82% aus, die ihre Verantwortung weiterhin ignorieren. 

Selbst angesichts des Arguments, dass einflussreiche Unternehmen auch nach der Verabschiedung eines Gesetzes noch Schlupflöcher finden könnten, muss man bedenken, dass es den Unternehmen durch ein Gesetz zumindest extrem schwer gemacht werden würde, ihre Verantwortung in der Lieferkette weiter vollständig zu ignorieren. 

Hinzu kommt, dass betroffene Einzelpersonen bessere Chancen hätten, eine Verletzung von Menschenrechten oder Umweltstandards zu äußern und für ihre Rechte einzutreten.

 

Wenn du als Verbraucher*in mehr über das mögliche Lieferkettengesetz erfahren möchtest, kannst du die Website der "Initiative Lieferkettengesetz“ besuchen. 

https://lieferkettengesetz.de

 

Diese Initiative ist ein Zusammenschluss vieler Organisationen, die gemeinsam eine erstaunliche Arbeit leisten, um über die aktuelle Diskussion zu informieren und sich dadurch für Menschen auf der ganzen Welt einsetzen. 

Denk auch bitte darüber nach bei Aktionen der Initiative mitzumachen, die darauf abzielen, die Aufmerksamkeit der Politiker auf die Dringlichkeit dieses Themas zu lenken, wie z.B. die aktuelle E-Mail-Initiative.

 https://lieferkettengesetz.de/mitmachen/

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Pauline

Finally hope that a positive change for all involved in the supply chain will be reality

Pauline 08/09/2020
Pauline Beck

Good article that shows signs of hope improvement for all along the supply chain might just happen!!!!

Pauline Beck 08/09/2020

2 comments

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